Springorum-Denkmünze für herausragende Masterarbeit verliehen
RWTH Aachen zeichnet Florian Busch aus
Auf einen Blick
- Auszeichnung: Springorum-Denkmünze der RWTH Aachen, verliehen an die besten zehn Prozent der Absolventinnen und Absolventen jeder Fakultät.
- Preisträger: Florian Busch, Doktorand am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien (MPI-SusMat).
- Forschungsthema: Wie mikroskopisch kleine Grenzflächen in thermoelektrischen Materialien den Transport von Wärme und elektrischem Strom beeinflussen.
- Wichtigste Erkenntnis: Bereits geringe chemische Unterschiede an diesen Grenzflächen können die Leistungsfähigkeit des Materials deutlich verändern.
- Warum das wichtig ist: Große Mengen Energie gehen täglich als Abwärme verloren. Thermoelektrische Materialien können einen Teil dieser Energie zurückgewinnen, indem sie Wärme direkt in Strom umwandeln.
Florian Busch, Doktorand am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien (MPI-SusMat), wurde von der RWTH Aachen mit der Springorum-Denkmünze ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt seine herausragenden Leistungen im Masterstudiengang Nachhaltige Werkstofftechnik.
„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung“, sagt Busch. „Mein Masterstudium war voller spannender und neuer Erfahrungen. Dass ich schließlich meine Masterarbeit am Max-Planck-Institut schreiben und nun sogar hier promovieren würde, hätte ich nicht erwartet.“
Abwärme in Strom umwandeln
In seiner Masterarbeit untersuchte Busch thermoelektrische Materialien. Diese können Wärme, die beispielsweise in Industrieanlagen, Fahrzeugen oder elektronischen Geräten ungenutzt verloren geht, direkt in elektrische Energie umwandeln. Solche Materialien könnten künftig dazu beitragen, Energie effizienter zu nutzen und Ressourcen zu schonen.
Im Mittelpunkt seiner Forschung stand eine Legierung aus Zinn, Tellur und Mangan. Mithilfe moderner Mikroskopieverfahren und hochauflösender Messmethoden analysierte Busch, wie sich kleinste chemische Unterschiede innerhalb des Materials auf dessen Eigenschaften auswirken.
Dabei zeigte sich, dass sich an den Grenzflächen zwischen winzigen Kristallbereichen des Materials chemische Veränderungen bilden können. Diese beeinflussen sowohl den Wärmetransport als auch die elektrische Leitfähigkeit und damit die Effizienz des Materials bei der Stromerzeugung aus Wärme.
Forschung geht in der Promotion weiter
Auch in seiner Promotion wird sich Florian Busch mit thermoelektrischen Materialien beschäftigen. Sein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie kleinste Defekte die Leistungsfähigkeit dieser Materialien beeinflussen.
Dafür nutzt er hochauflösende Untersuchungsmethoden der Raster- und Transmissionselektronenmikroskopie in der Forschungsgruppe „Nanoanalytik und Grenzflächen“ unter der Leitung von Professor Christina Scheu.
Über die Springorum-Denkmünze
Die Springorum-Denkmünze wird vom Verein der Freunde und Förderer der RWTH Aachen, proRWTH, an die besten zehn Prozent der Absolventinnen und Absolventen jeder Fakultät verliehen.
Benannt ist die Auszeichnung nach Dr.-Ing. E.h. Friedrich Springorum, Mitbegründer von proRWTH und engagiertem Förderer von Wissenschaft, Technik und Ingenieursausbildung.












