Zwischen Nachwuchsforschung und Nobelpreis

Max-Planck-Forscher Alvaro Diego Bedoya Zapata bei der 75. Lindau Nobelpreisträgertagung

Auf einen Blick

  • Veranstaltung: 75. Lindau Nobelpreisträgertagung
  • Teilnehmer: Alvaro Diego Bedoya Zapata, Doktorand am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien
  • Datum: 28. Juni bis 3. Juli 2026
  • Schwerpunkt: Austausch zwischen Nobelpreisträgerinnen und -trägern und herausragenden Nachwuchswissenschaftler*innen aus aller Welt
  • Promotionsthema: Wie verhalten sich 3D-gedruckte Mikrostrukturen aus Metall unter extremen Bedingungen?

Alvaro Diego Bedoya Zapata, Doktorand am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien, wurde für die Teilnahme an der 75. Lindau Nobelpreisträgertagung ausgewählt, die vom 28. Juni bis 3. Juli 2026 in Lindau stattfindet. Die international renommierte Veranstaltung bringt Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger sowie herausragende Nachwuchswissenschaftler*innen aus aller Welt zu einer Woche des wissenschaftlichen Austauschs, des interdisziplinären Dialogs und der Vernetzung zusammen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1951, haben sich die Lindauer Nobelpreisträgertagungen zu einem der weltweit bedeutendsten Foren entwickelt, die die nächste Generation von Forschenden mit führenden wissenschaftlichen Persönlichkeiten zusammenbringen.

Brücken bauen durch Austausch

„Ich habe gelernt, dass Engagement, Neugier und Zusammenarbeit viele Barrieren überwinden können“, sagt Bedoya Zapata. „Die Teilnahme an der Lindau Nobelpreisträgertagung wird mir helfen, meine Rolle als Wissenschaftler besser zu verstehen, herauszufinden, welche Art von Forscher ich sein möchte, und inspirierende Menschen aus aller Welt kennenzulernen. Außerdem hoffe ich, Erfahrungen mitzubringen, die ich mit jungen Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen teilen kann, und neue Inspiration zu gewinnen, um weiterhin Brücken zwischen Studierenden und der Forschung zu bauen. Für mich bedeutet Wissenschaft nicht nur Erkenntnisgewinn, sondern auch einen gemeinsamen Akt der Empathie.“

3D-gedruckte metallische Mikrostrukturen für die Mikroelektronik von morgen

In seiner Promotion untersucht Bedoya Zapata, wie sich metallische Materialien und Mikrostrukturen aus dem 3D-Druck unter extremen Bedingungen wie hohen Belastungsgeschwindigkeiten und ungewöhnlichen Temperaturen verhalten. Dabei erforscht er ein neuartiges Mikrodruckverfahren, mit dem sich metallische Mikrostrukturen in einem einzigen Fertigungsschritt herstellen lassen. Die Methode stellt eine Alternative zu herkömmlichen lithografischen Verfahren dar und erweitert die Materialauswahl für mikroelektronische Anwendungen von Silizium auf Metalle. Dadurch könnten künftige mikroelektronische Bauteile langlebiger und widerstandsfähiger werden.

Über die Lindau Nobelpreisträgertagungen

Jedes Jahr widmen sich die Lindau Nobelpreisträgertagungen einer anderen wissenschaftlichen Disziplin und schaffen Raum für den offenen Austausch zwischen Nobelpreisträger*innen und Nachwuchsforschenden. Die diesjährige Jubiläumsausgabe bringt rund 70 Nobelpreisträger*innen und 600 junge Wissenschaftler*innen aus mehr als 100 Ländern zusammen. Neben wissenschaftlichen Diskussionen fördern die Tagungen internationale Zusammenarbeit, neue Perspektiven und langfristige Netzwerke über Fach- und Ländergrenzen hinweg.

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