Professor Yong Zhu erhält den Friedrich-Wilhelm-Bessel-Forschungspreis

Zhu sucht Düsseldorfer Max-Planck-Institut für Eisenforschung als Gastinstitut aus

2. Dezember 2020
Prof. Yong Zhu hat für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit den Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis erhalten.

Yong Zhu, Professor an der North Carolina State University (USA) und Experte für Mikro- und Nanomechanik, erhält in diesem Jahr für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen den Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis von der Alexander von Humboldt-Stiftung. Der Preis ist mit 45.000 Euro dotiert und ermöglicht dem Wissenschaftler einen Gastaufenthalt an einer deutschen Forschungseinrichtung seiner Wahl. Zhu entschied sich für das Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) in Düsseldorf, wo er mit der Abteilung "Struktur und Nano-/Mikromechanik von Materialien" zusammenarbeiten wird.

Atomgenaue in situ-Charakterisierung von Materialien

"Diese renommierte Auszeichnung ehrt mich sehr. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Christian und Gerhard am MPIE", so Zhu. Am MPIE wird er zusammen mit Dr. Christian Liebscher, dem Leiter der Gruppe "Transmissionselektronenmikroskopie“ und Prof. Gerhard Dehm, dem Direktor der Abteilung „Struktur und Nano-Mikromechanik“ arbeiten. "Mit Yong können wir die Grenzen der in situ-Charakterisierung von Materialien bis auf ihre atomare Ebene erweitern", so Liebscher. Neben den Elektronenmikroskopen vom MPIE, die eine atomare Auflösung ermöglichen, nutzt das Team dafür Zhus nanomechanisches in situ-Prüfsystem "Lab-on-a-Chip“. „Wir werden die Auswirkungen von Wasserstoffversprödung in high-endLegierungen analysieren und darüber hinaus die plastische Verformung bei erhöhten Temperaturen auf atomarer Ebene untersuchen", erklärt Dehm. Neuartige Legierungssysteme, die die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des MPIE entwickelt haben, werden nun mit Zhus Analysetool untersucht. Dies ermöglicht Einblicke in Verformungsmechanismen bis hin zum atomaren Maßstab.

Die Wissenschaftler möchten Einblicke in Verformungsmechanismen auf atomarer Ebene gewinnen. Dafür verwenden sie das von Zhu entwickelte Lab-on-a-Chip System sowie Elektronenmikroskope des MPIE, die eine atomare Auflösung ermöglichen.

Der Friedrich-Wilhelm-Bessel-Forschungspreis ist eine Auszeichnung, die die Alexander von Humboldt-Stiftung jedes Jahr an 20 international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland vergibt. Es ist einer der renommiertesten deutschen Forschungspreise für ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Da der Preisträger die Gastinstitution in Deutschland frei wählen kann, ist die Auszeichnung auch für die Forschungseinrichtung eine große Ehre.

Autorin: Yasmin Ahmed Salem

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