Doppelte Auszeichnung für Annika Laimmer vom Düsseldorfer Max-Planck-Institut

Auszubildende gewinnt Max-Planck-Azubipreis 2020 und ist Kammerbeste im Bereich Werkstoffprüfung der IHK Düsseldorf

21. September 2020
Annika Laimmer (Mitte), Gewinnerin des diesjährigen Max-Planck-Azubipreises und unter den Kammerbesten  im Bereich Werkstoffprüfung, mit ihren beiden Ausbildern Heidi Bögershausen und Herbert Faul.

Annika Laimmer, frisch ausgebildete Werkstoffprüferin mit Fachrichtung Metalltechnik am Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE), hat in diesem Jahr den Max-Planck-Azubipreis gewonnen. Bei ihrer Abschlussprüfung erreichte sie 97 von 100 Punkten und wurde deswegen auch von der Düsseldorfer Industrie- und Handelskammer (IHK) als Kammerbeste 2020 im Fachbereich Werkstoffprüfung geehrt.

Annika Laimmer absolvierte ihre dreijährige Ausbildung am MPIE in Düsseldorf und beeindruckte dabei immer wieder mit herausragenden beruflichen und schulischen Leistungen. Am MPIE beschäftigt sie sich unter anderem mit Präparationsmethoden und Gefügeanalysen. Während ihrer Ausbildung konnte sie sich auch in den Bereich der Elektronenmikroskopie einarbeiten und führte Experimente mit verschiedenen metallischen Materialien durch, um ihre Eigenschaften zu prüfen und so den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts zu helfen, bessere Materialien für die Bereiche Energie, Mobilität, Infrastruktur und Medizin zu entwickeln. „Das internationale Umfeld ist wirklich toll hier. Während meiner Ausbildung habe ich regelmäßig mit unseren Wissenschaftlern aus der ganzen Welt zusammengearbeitet und viel von ihnen gelernt“, so Laimmer.

„Das ist natürlich eine wunderbare Bestätigung und zeigt uns, dass wir bei der beruflichen Ausbildung junger Menschen vieles richtig machen“, freut sich Heidi Bögershausen. Gemeinsam mit Herbert Faul betreut sie die Azubis am MPIE und hat so die gesamte Ausbildung von  Annika Laimmer mitverfolgt. „Annika hat sich stetig weiterentwickelt und sich auch an unserem Institut sozial engagiert“, so Bögershausen. Als Jugendauszubildendenvertreterin setzt sich Laimmer für die Interessen der Auszubildenden am Institut ein und betreut Schüler- und Studentenpraktika.

Prof. Dierk Raabe, Direktor am Max-Planck-Institut für Eisenforschung, bei der feierlichen Übergabe der IHK-Urkunde.

Das Düsseldorfer Max-Planck-Institut konnte in den letzten Jahren immer wieder mit seiner Ausbildung überzeugen. Die IHK Düsseldorf und die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) ehrten das MPIE regelmäßig für sein Engagement bei der Ausbildung. Seit dem Jahr 2007 verleiht die MPG den Azubipreis an 20 herausragende Auszubildende der über 80 Max-Planck-Institute, so auch mehrmals an das MPIE. Auch die IHK Düsseldorf ehrt die besten Auszubildenden eines jeden Jahrgangs, die ihre Prüfung mit der Note Sehr gut abgeschlossen haben. Normalerweise findet die IHK-Zeugnisübergabe im feierlichen Rahmen statt, zur Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen wurde dieses Jahr auf die Abschlussfeier verzichtet.

Neben einer Ausbildung im Bereich Werkstoffprüfung mit Fachrichtung Metalltechnik bietet das MPIE noch fünf weitere Ausbildungsberufe an: ChemielaborantIn, FachinformatikerIn für Systemintegration, IndustriemechanikerIn, Kauffrau/-mann für Büromanagement, mathematisch technische/r SoftwareentwicklerIn. Die Möglichkeiten danach sind vielfältig. Einige Auszubildende bleiben am Institut. Andere gehen in die Industrie. Laimmer hat sich für ein Maschinenbaustudium an der Universität Duisburg-Essen entschieden. Dort wird sie ab dem kommenden Wintersemester starten und als studentische Hilfskraft am MPIE vorerst weiterarbeiten.

Autorin: Saskia Schlesinger

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