Rund um Wasserstoff: VIP-Besuch beim Düsseldorfer Max-Planck-Institut

24. September 2020
Dr. Baptiste Gault, Leiter der Gruppe „Atomsondentomographie“ und diesjähriger Leibniz-Preisträger, erklärt Dr. Kaufmann wie es möglich ist, Wasserstoff in Materialien einzufangen und sichtbar zu machen.

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Kaufmann, Innovationsbeauftragter für Grünen Wasserstoff beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), besuchte am 21. September 2020 das Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) in Düsseldorf im Rahmen seiner deutschlandweiten Wasserstofftour.

Dr. Jazmin Duarte, Leiterin der Gruppe „Wasserstoffmechanik und Grenzflächenchemie“, und Dr. Stefan Kaufmann im Nanomechanik-Labor.

„Die Bundesregierung hat sich mit der Nationalen Wasserstoffstrategie ehrgeizige Ziele gesteckt. Wir wollen Deutschland zur Wasserstoffrepublik und Innovationsführer bei Wasserstofftechnologien machen. Das gelingt nur mit herausragender Forschung. Ich freue mich, dass wir auf ausgezeichnete Forschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Institut für Eisenforschung bauen können“, so Kaufmann. In den Laboren für Atomsondentomographie und Nanomechanik zeigten der Leibniz-Preisträger Dr. Baptiste Gault und Dr. Jazmin Duarte wie sie Wasserstoff in Materialien bis auf die atomare Skala detektieren und seine schädigende Wirkung verstehen oder sogar verhindern können. Auch wurde demonstriert, welche neuartigen Schutzschichten die Aufnahme von Wasserstoff verhindern könnte. „Wir forschen an verschiedenen Themen rund um Wasserstoff. Da geht es einerseits darum Materialien zu entwickeln, die der Versprödung durch Wasserstoff standhalten und so zur Speicherung oder für den Transport genutzt werden können. Andrerseits geht es darum Wasserstoff als grünen Energieträger zu nutzen.“, erklärt Prof. Dierk Raabe, Direktor am MPIE.

Dr. Stefan Kaufmann wurde im Juni 2020 von Bundesforschungsministerin Anja Karlizcek zum Innovationsbeauftragten für Grünen Wasserstoff ernannt. In diesem Amt besucht er Standorte aus Forschung und Industrie, um sich ein Bild der aktuellen Gegebenheiten und Fördermöglichkeiten zu machen.

Autorin: Yasmin Ahmed Salem

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