Düsseldorfer Materialwissenschaftler ausgezeichnet

Dr. Martin Diehl und Dr. Hauke Springer vom Max-Planck-Institut für Eisenforschung gewinnen Preise der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde

30. September 2016

Dr. Martin Diehl und Dr. Hauke Springer, beides Materialwissenschaftler am Düsseldorfer Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE), wurden von der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) für ihre Forschungsarbeiten ausgezeichnet.

Diehl, Postdoktorand in der Gruppe „Theorie und Simulation“, wurde der Nachwuchspreis der DGM verliehen. Diehl ist Maschinenbauer und beschäftigt sich mit der Mechanik von Kristallen und dem computergestützten Design neuer Werkstoffe. Dabei trug er maßgeblich dazu bei die Software DAMASK zu entwickeln, mit deren Hilfe Wissenschaftler weltweit das Verformungsverhalten komplexer Mikrostrukturen vorhersagen können.

Der Nachwuchspreis richtet sich an Promovierende und frisch Promovierte, die an einem Forschungsthema auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik arbeiten. Er wird jährlich bis zu viermal verliehen.

Dr. Martin Diehl (rechts), Postdoktorand in der Gruppe „Theorie und Simulation“ am Max-Planck-Institut für Eisenforschung, wurde mit dem Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde ausgezeichnet. Das Foto zeigt ihn mit Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hirsch (links), Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde, und anderen Gewinnern des diesjährigen Nachwuchspreises bei der Preisverleihung in Darmstadt.

Die DGM hat zudem Dr. Hauke Springer, Leiter der Gruppe „Kombinatorische Metallurgie und Prozesstechnik“ mit dem Werner-Köster-Preis ausgezeichnet. Der Werner-Köster-Preis wird jährlich an die Autoren einer herausragenden Publikation im Bereich der Metallkunde verliehen, die im vorangegangenen Jahr in der Zeitschrift für Metallkunde (IJMR) erschienen ist. Dr. Springer und seine Co-Autoren, Prof. Dr. Dierk Raabe, Direktor am MPIE und Prof. Dr. Cem Tasan, ehemals Gruppenleiter am MPIE und jetzt am Massachusetts Institute of Technology, USA, erhielten den Preis für ihre Publikation über ein neuartiges Verfahren zur Herstellung von mehrphasigen Strukturwerkstoffen mit kontrolliertem Aufbau zur vereinfachten Untersuchung und effizienteren Weiterentwicklung von hochfesten Stählen.

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hirsch (rechts), Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde, übergibt Dr.-Ing. Hauke Springer (Mitte), Leiter der Gruppe „Kombinatorische Metallurgie und Prozesstechnik“, und Prof. Dr.-Ing. Dierk Raabe, Direktor der Abteilung „Mikrostrukturphysik und Legierungsdesign“ am Max-Planck-Institut für Eisenforschung, den Werner-Köster-Preis für ihre Publikation zu neuartigen Verfahren der Herstellung von mehrphasigen Strukturwerkstoffen.

Der Werner-Köster-Preis wird jährlich im Rahmen des Festaktes zur Verleihung aller Ehrungen der DGM vom Vorsitzenden des Vorstandes übergeben. Namensgeber des Preises ist Prof. Dr. Phil. Dr.-Ing. Werner Köster. Er war über 30 Jahre Direktor des Max-Planck-Instituts für Metallforschung und Inhaber des Lehrstuhls für Metallkunde an der Technischen Universität Stuttgart. Zudem war er 40 Jahre Hauptschriftleiter der Zeitschrift für Metallkunde.

1.
Hauke Springer, "A novel roll bonding methodology for the cross-scale analysis of phase properties and interac-tions in multiphase structural materials", (2014).

Autorin: Yasmin Ahmed Salem, M.A.

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