Grüne Wasserstoffproduktion durch Solarenergie

Max-Planck-Forscherteam analysiert die Zersetzung von Photoelektroden zur Wasserspaltung und veröffentlicht seine jüngsten Ergebnisse in der Fachzeitschrift ACS Applied Energy Materials

6. November 2020
Skalierbare großflächige BiVO4-Fotoanode

Eine Photoelektrode kombiniert eine Solarzelle zusammen mit einem Elektrolyseur. Durch Sonnenenergie wird Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können so umweltfreundlichen, sogenannten grünen Wasserstoff erzeugen. Dieser dient als Brennstoff für verschiedene Anwendungen und erlaubt den Verzicht auf fossile umweltschädliche Energieträger. Diese Technologie ist zwar seit langem bekannt, wird aber noch nicht in industriellem Maßstab angewendet. "Zwar sind Photoelektroden im Laufe der Jahre immer effizienter geworden, jedoch mangelt es noch immer an ausreichender Stabilität für die industrielle Anwendung.", erklärt Dr. Siyuan Zhang, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Eisenforschung und Erstautor der jüngsten Veröffentlichung. "Wir haben eine beleuchtete Durchflusszelle entwickelt, um zum ersten Mal die Zersetzung des Materials live analysieren zu können." Zhang und seine Kollegen vom Max-Planck-Institut für Eisenforschung, vom Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, vom Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien und von der Universität Freiburg veröffentlichten ihre neuesten Ergebnisse in der Zeitschrift ACS Applied Energy Materials.

Weitere Informationen zur Publikation können Sie der englischen Pressemeldung entnehmen.

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Siyuan Zhang, Ibbi Ahmet, Se-Ho Kim, Olga Kasian, Andrea Maria Mingers, Patrick Schnell, Moritz Kölbach, Joohyun Lim, Anna Fischer, Karl Johann Jakob Mayrhofer, Serhiy Cherevko, Baptiste Gault, Roel van de Krol, and Christina Scheu, "Different Photostability of BiVO4 in Near-pH-Neutral Electrolytes," ACS Applied Energy Materials (2020).
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