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Yasmin Ahmed Salem, M.A.
Yasmin Ahmed Salem
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Preisverleihung

Düsseldorfer Eisenforscher verleihen Reimar-Lüst-Preis an Professor Lutz Mädler

30. November 2017

Das Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) ist dieses Jahr Veranstalter der Reimar-Lüst-Lecture und verlieh am Mittwoch, 29. November 2017, den mit 2.500 Euro dotierten Reimar-Lüst-Preis an Professor Lutz Mädler. Der renommierte Wissenschaftler ist Professor an der Universität Bremen und zugleich Direktor für Verfahrenstechnik der außeruniversitären Einrichtung „Stiftung Institut für Werkstofftechnik“. Mit dem Preis würdigt das MPIE Mädlers Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der mechanischen Verfahrens- und Produktionstechnik. „Für das Institut ist es eine große Ehre die Lecture austragen zu dürfen und damit die Forschung eines international hoch anerkannten Wissenschaftlers wie Professor Mädler zu würdigen“, so Professor Dierk Raabe, Direktor am Düsseldorfer Max-Planck-Institut. Im Rahmen der Lecture hielt Mädler einen Vortrag über die Möglichkeiten der Materialsynthese mit Verfahren der Partikeltechnologie. „Ich freue mich diesen tollen Preis, der so eng mit Reimar Lüst und mit der gesamten Max-Planck-Gesellschaft verbunden ist, erhalten zu haben“, so Mädler am Abend der Preisverleihung. Auch Professor Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, würdigte die Arbeit des Preisträgers und betonte zugleich die Pionierarbeiten Reimar Lüsts, Namensgeber des Preises: „Reimar Lüst ist ein Wissenschaftler, der wie kein anderer die deutsche Forschungslandschaft von den 1960ern bis zur Jahrtausendwende geprägt hat“.

Die Direktoren des MPIE zusammen mit dem Preisträger Professor Lutz Mädler (Dritter von links) und dem Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft Professor Martin Stratmann (Vierter von links). Bild vergrößern
Die Direktoren des MPIE zusammen mit dem Preisträger Professor Lutz Mädler (Dritter von links) und dem Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft Professor Martin Stratmann (Vierter von links). [weniger]

Mädler studierte technische Physik an der Technischen Hochschule Zwickau und legte ein zweites Diplom als Ingenieur an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg ab, wo er auch 1999 in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Toxikologie und Aerosolforschung promovierte. 2004 habilitierte er an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Im selben Jahr erhielt Mädler den BASF Award in Process Engineering, ein Jahr später den Smoluchowski-Preis der Internationalen Gesellschaft für Aerosolforschung. Mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) forschte der Verfahrenstechniker von 2005 bis 2007 in den USA an der University of California Los Angeles, bevor er 2008 an die Universität Bremen berufen wurde. 2017 gewann Mädler den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG. Der Preis ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert und ist einer der renommiertesten deutschen Wissenschaftspreise. In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt sich Mädler mit der maßgeschneiderten Synthese von Nanopartikeln und deren Wechselwirkungen mit biologischem Gewebe.  In den letzten Jahren übertrug er seine Arbeiten auch auf metallische Werkstoffe und sucht so optimale Legierungen mit hohem Korrosionswiderstand und besonderen mechanischen Eigenschaften.

Professor Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, zusammen mit dem diesjährigen Träger des Reimar-Lüst-Preises Professor Lutz Mädler (von links). Bild vergrößern
Professor Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, zusammen mit dem diesjährigen Träger des Reimar-Lüst-Preises Professor Lutz Mädler (von links). [weniger]

Die Reimar-Lüst-Lecture wurde 1998 anlässlich des 75. Geburtstages von Professor Reimar Lüst ins Leben gerufen und findet jährlich an einem anderen Max-Planck-Institut statt. Ausgezeichnet werden mit ihr international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Namensgeber des Preises, Professor Reimar Lüst, war von 1972 bis 1984 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. Er selbst forschte auf dem Gebiet der extraterristischen Physik und legte die Anfänge der deutschen Weltraumforschung. Nach seiner Präsidentschaft der Max-Planck-Gesellschaft, leitete er sechs Jahre als Generaldirektor die Europäische Weltraumorganisation und wurde nach seiner Amtszeit 1989 zum Präsidenten der Alexander von Humboldt-Gesellschaft berufen. Nach zehnjähriger Amtszeit übernahm der Astrophysiker den Vorsitz des Rektorats der 1999 neu gegründeten privaten Jacobs-University in Bremen, dessen Ehrenvorsitzender er bis heute ist.

Autorin: Yasmin Ahmed Salem, M.A.

 
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