Girls‘ Day am MPIE – Ein Tag als Nanoforscherin

11. Mai 2015

Was machen Materialwissenschaftler am Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE)? Woran forschen sie und welche Geräte nutzen sie? Am bundesweiten Girls‘ Day am 23. April 2015, sind drei Schülerinnen genau diesen Fragen auf den Grund gegangen und haben hautnah das Arbeitsleben eines Max-Planck Forschers erlebt.

Rasterelektronenmikroskopaufnahme einer Zecke

Der Tag startete mit einem kurzen Einführungsvortrag zur Forschung und zu den Ausbildungsmöglichkeiten am MPIE. Danach ging es ins Labor: bei der Probenpräparation haben die Schülerinnen ein Haar von sich mit Gold-Palladium bedampft und zuerst unter einem Lichtmikroskop untersucht. Danach ging es zum direkten Vergleich mit einem sogenannten Rasterelektronenmikroskop, wo die Mädchen nicht nur ihr eigenes Haar, sondern zum Beispiel auch die Beine und den Kopf einer Zecke und einer Biene untersuchten, das Auge einer Fliege und Blütenpollen. Die Teilnehmerinnen unterschiedlicher Schulen lernten, dass ein Nanometer etwa 50.000-mal kleiner ist als ein menschliches Haar, wissen jetzt wie groß die Fläche einer Facette eines Bienenauges ist und haben den Girls‘ Day als Nachwuchs-Nanoforscherinnen erlebt.

Rasterelektronenmikroskopaufnahme eines Salzkristalls

Am Girls' Day öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland einmal im Jahr ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Die Mädchen lernen dort Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Oder sie begegnen weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik.

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