Von Griechenland und den Philippinen zur Spitzenforschung nach Düsseldorf

Zwei neue Humboldt-Stipendiaten am Max-Planck-Institut für Eisenforschung

21. August 2013

Dr. Theodoros Baimpos (31) und Dr. Gerard Leyson (32) zieht es aus ihren Heimatländern Griechenland und den Philippinen zur materialwissenschaftlichen Spitzenforschung an das Düsseldorfer Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE). Dank eines Stipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung konnten sie sich weltweit für ein Forschungsinstitut ihrer Wahl entscheiden, um ihre Arbeiten im Bereich der Materialforschung weiterzuführen.

Dr. Theodors Baimpos ist ein neuer Humboldt-Stipendiat in der Abteilung ‚Grenzflächenchemie und Oberflächentechnik‘.

Die exzellente wissenschaftliche Ausstattung und hohe Expertise in der Herstellung und Untersuchung von Dünnschichten  machten das MPIE zur ersten Wahl für Baimpos, der seine Master- und Doktorarbeit an der University of Patras (Griechenland) im Fachbereich chemische Verfahrenstechnik geschrieben hat[1] und nun in der Abteilung Grenzflächenchemie und Oberflächentechnik am MPIE arbeitet. „Ich möchte in einem neuartigen Versuchsaufbau klären, ob sich metall-organische Dünnschichten für Gassensoren eignen. Ein Austritt gesundheits- oder umweltschädlicher Gase in Industrieanwendungen könnte dank solcher Sensoren früh erkannt und behoben werden.“ 

Dr. Gerard Leyson

„Das Max-Planck-Institut ist mit seiner Abteilung Computergestütztes Materialdesign auf internationaler Ebene Weltspitze“, erläutert Leyson. „Hier kann ich meine Arbeiten zur computergestützten Simulation von Wasserstoffversprödung, die gerade für die Automobilindustrie ein Problem darstellt, gut voranbringen.“ Nach seinem Masterabschluss an der National University in Singapur, forschte Leyson als Doktorand an der Brown University in den USA[2], bevor er sich für das MPIE entschied. Gerade die enge Verzahnung zwischen Theorie und Experiment am MPIE war für diese Entscheidung ausschlaggebend.

Die 1953 gegründete Alexander von Humboldt-Stiftung fördert einen bis zu zweijährigen Aufenthalt ausländischer Spitzenwissenschaftler in einer Forschungseinrichtung ihrer Wahl mit einem sogenannten Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden. Das Stipendium gilt als Auszeichnung für den Wissenschaftler, aber auch für die Einrichtung für die er sich entscheidet.

Autorin: Yasmin Ahmed Salem, M.A.

[1] Master- und Doktorabschluss an der University of Patras in der Abteilung ‚Chemical Engineering Sciences‘ (dt.: Wissenschaften der chemischen Verfahrenstechnik).

[2] Abteilung Solid Mechanics (dt.: Festkörpermechanik) unter Leitung von Prof. Dr. William Curtin.

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