Industrie- und Handelskammer Düsseldorf zeichnet Nicolas Fiebes aus
Max-Planck-Werkstoffprüfer unter den besten Auszubildenden 2026
Auf einen Blick:
- Auszeichnung: Industrie- und Handelskammer Düsseldorf zeichnet die besten Absolventinnen und Absolventen der IHK-Abschluss- und Weiterbildungsprüfungen 2026 aus.
- Preisträger: Nicolas Fiebes, Werkstoffprüfer am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien
- Veranstaltung: Bestenehrung am 6. Oktober 2026 in der Tonhalle Düsseldorf
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Düsseldorf zeichnete am 6. Oktober 2026 die besten Absolventinnen und Absolventen der IHK-Abschluss- und Weiterbildungsprüfungen 2026 aus. Unter ihnen ist auch Nicolas Fiebes, Werkstoffprüfer am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien (MPI-SusMat). Mit 98% bestand er seine Abschlussprüfungen und wird nun vom MPI-SusMat für die Betreuung der Rasterelektronenmikroskope als Laborverantwortlicher übernommen.
Theorie und Praxis verbinden
„Das Beste an meiner Ausbildung war, dass ich langsam immer mehr Verantwortung übernehmen konnte und auch direkte Einblicke in Forschungsprojekte erhalten habe.“, sagt Fiebes. „Zum Beispiel konnte ich einem Wissenschaftler helfen, die Härte einer Probe aus Keramik zu bestimmen. Hätten wir die Standard-Härteprüfung durchgeführt, wäre die Probe zerbrochen. Nachdem ich jedoch verstanden hatte, welche Aspekte bei der Prüfung beachtet werden müssen, konnte ich einen alternativen Lösungsweg entwickeln.“ In seinem Abschlussbericht untersuchte Fiebes verrostete Schrauben vom Wasserrad eines alten Zinkwalzwerkes am Freilichtmuseum Hagen. Seine Analyse zeigte, dass der verwendete Stahl für solche extremen Bedingungen wie mechanische Belastung, Wasser, Kälte und Hitze, nicht geeignet war und die Schrauben deshalb schnell verrosteten. Solche Beispiele aus der Praxis waren auch der Grund, warum sich Fiebes für eine Ausbildung entschieden hat, nachdem er sein Fachabitur als physikalisch-technischer Assistent für Metallografie und Werkstoffkunde abgeschlossen hatte: „Nach dem Fachabitur erhielt ich viele Absagen auf meine Bewerbungen mit der Begründung, dass mir der Praxisbezug aufgrund meiner rein schulischen Ausbildung fehlt. Das konnte ich mit der Ausbildung am Max-Planck-Institut nachholen.“
Ausbildungsberufe am Düsseldorfer Max-Planck-Institut
Das MPI-SusMat bietet sechs Ausbildungsberufe an: Chemielaborant*in, Fachinformatiker*in für Systemintegration, Industriemechaniker*in, Kauffrau/-mann für Büromanagement, mathematisch-technische/r Softwareentwickler*in und Werkstoffprüfer*in. Die Karrieremöglichkeiten danach sind vielfältig: Einige Auszubildende bleiben am Institut, andere wechseln in die Industrie oder entscheiden sich für ein Studium: https://www.mpie.de/ausbildung
