Wie lässt sich grüne Energie effizient erzeugen und speichern?
MPI-SusMat zeigt nachhaltige Materialforschung bei der Düsseldorfer Nacht der Wissenschaft
Auf einen Blick
- Veranstaltung: Düsseldorfer Nacht der Wissenschaft, 11. September 2026
- Besucher: Mehr als 15.000 Personen jeden Alters
- Präsentierte Forschung: Grüne Energie – von der Herstellung nachhaltigen Wasserstoffs zur Speicherung in langlebigen Batterien bis hin zur Analyse von Energiematerialien auf atomrarer Ebene
- Science Slam: Dr. Tugce Beyazay gewann den Science Slam mit einer humorvollen Dating-Show rund um Metalloxide und Wasserstoff.
- Vortrag: Dr. Navyanth Kusampudi zeigte, wie KI-Methoden aus der Stahlanalyse auch zur Untersuchung von Vogelgesang und Babygeschrei eingesetzt werden können.
- Die zentrale Botschaft: Forschung zur nachhaltigen Produktion und Speicherung von Energie ist ein Teil des Forschungsspektrums am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien.
Wie lässt sich erneuerbare Energie in grünen Wasserstoff umwandeln? Wie kann Energie effizient in Batterien gespeichert werden? Und was verrät der Blick auf Materialien bis hinunter zur atomaren Ebene über ihre Eigenschaften?
Mit diesen Fragen präsentierte sich das Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien (MPI-SusMat) bei der Düsseldorfer Nacht der Wissenschaft am 11. September. Mehr als 15.000 Besucherinnen und Besucher jeden Alters nutzten die Gelegenheit, aktuelle Forschung kennenzulernen und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.
Von erneuerbarer Energie zu effizienten Batterien
Am Stand des MPI-SusMat konnten die Besucherinnen und Besucher entdecken, welchen Beitrag Materialforschung zur Energiewende leisten kann.
Das Team stellte Forschungsarbeiten zur Nutzung von erneuerbarem Strom aus Quellen wie Sonne und Wind zur Herstellung von grünem Wasserstoff vor. Wasserstoff, der mittels erneuerbarem Strom hergestellt wird, gilt als nachhaltiger Energieträger und kann anstelle von fossilen Brennstoffen verwendet werden. Auch neue Ansätze für hocheffiziente und langlebige Batterien standen im Mittelpunkt. Sie sollen mit weniger kritischen Elementen auskommen und damit zur nachhaltigeren Energiespeicherung beitragen.
Ein wichtiger Bestandteil dieser Forschung ist der Blick auf die Mikrostruktur von Katalysatoren und Batteriematerialien um zu verstehen, wie der Aufbau eines Materials seine Eigenschaften und Leistungsfähigkeit beeinflusst.
Wissenschaft trifft Unterhaltung
Das MPI-SusMat-Team war nicht nur mit einem Informationsstand vertreten, sondern beteiligte sich auch am Bühnenprogramm der Nacht der Wissenschaft.
Dr. Tugce Beyazay gewann den Science Slam und setzte sich dabei gegen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf durch. In ihrem unterhaltsamen Beitrag ließ sie verschiedene Metalloxide in einer fiktiven Dating-Show aufeinandertreffen und erklärte dabei spielerisch ihre Beziehung zu Wasserstoff.
Dr. Navyanth Kusampudi zeigte eine ganz andere Anwendung von Methoden aus der Materialforschung. Er erklärte, wie er mit Methoden der künstlichen Intelligenz, die er während seiner Promotion zur Analyse von Stahl eingesetzt hat, auch Vogelgesang und Babygeschrei untersuchen kann.
Vorfreude auf 2028
Die Düsseldorfer Nacht der Wissenschaft brachte Forschung und Öffentlichkeit in der ganzen Stadt zusammen. Für das MPI-SusMat bot die Veranstaltung die Gelegenheit, zu zeigen, wie Materialforschung zu nachhaltigen Energietechnologien beitragen kann – und wie wissenschaftliche Methoden manchmal auch ganz unerwartete Anwendungen finden.
Die nächste Düsseldorfer Nacht der Wissenschaft findet im Herbst 2028 statt. Das MPI-SusMat-Team freut sich bereits darauf, wieder dabei zu sein.

